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Aus: Freundschafts - Echo 1 / 2015

  Mitteilungsblatt der Brandenburgischen Freundschaftsgesellschaft e. V. für Regionalverbände, Basisgruppen, Mitglieder und Sympathisanten

70. Jahrestag der Befreiung vom Hitlerfaschismus

Die Mitglieder der BFG e. V. beteiligen sich in ihren Wohnorten aktiv an den Gedenkfeiern Die Gedenkfeier in Potsdam zum diesjährigen besonderen Jubiläum wird von unserem Verein (Federführung) zusammen mit der Stadtverwaltung und in Kooperation mit dem Verein „SEMLJAKI“ organisiert. Ihre Teilnahme zugesagt haben bereits Minister Jörg Vogelsänger (in Vertretung des Ministerpräsidenten), Landtagspräsidentin Britta Stark, Staatssekretär Dr. Ronald Pienkny (MJEV), Matthias Platzeck (Vorsitzender Deutsch-Russisches Forum), Generaloberst a. D. Alexander N. Kostin (Veteranenverband der WGT), Vertreter der Botschaften der Russischen Föderation, der Republik Belarus und der Ukraine, die Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung Birgit Müller, Marie-Luise von Halem (Bündnis 90/Die Grünen), Generalsuperintendentin Heilgard Asmus (Sprengel Potsdam). Die Eröffnungsansprache wird Oberbürgermeister Jann Jakobs halten. Auch wenn das Gedenken konkret den 680 hier am Ehrenfriedhof beigesetzten Rotarmisten, stellvertretend für die über 27 Millionen im zweiten Weltkrieg umgekommenen Sowjetbürger, gewidmet ist, geht es doch vor allem um die Beendigung gegenwärtiger sowie um die Verhinderung künftiger Kriege. Dabei sollte Deutschland mehr noch als bisher eine aktive Rolle als Vermittler zwischen Konfliktparteien spielen.                                           Bernd Muck, Vorsitzender BFG e. V.

Eine erweiterte Frauentagsveranstaltung

Am 16. März 2015 führte die Basisgruppe Alt Ruppin der Brandenburgischen Freund-schaftsgesellschaft e.V. eine erweiterte Frauentagsveranstaltung durch. Erweitert deshalb, weil wir neben der Würdigung unserer Frauen alle interessierten Bürger zur Diskussion über die Zusammenhänge der politischen, wirtschaftlichen und militärischen Krise in der Ukraine eingeladen hatten. Wir waren sehr überrascht, dass insgesamt 44 Interessierte aus verschiedenen Orten des Kreises Neuruppin sowie aus Wittstock unserer Einladung gefolgt waren. Unter den Teilnehmern waren auch unsere ukrainischen Freunde. Die Bedeutung dieser Veranstal-tung wurde auch dadurch unterstrichen, dass wir ab den 90er Jahren so viele Pakete mit Hilfsgütern an ein Kinderheim in der Ukraine geschickt hatten. Weil der von uns eingeladene Referent, Herr Manfred Schünemann, kurzfristig erkrankte und deshalb absagen musste, übernahmen die Freunde Barbara Hinz und Rudolf Menzel die Leitung der Diskussion. Nach Informationen von Barbara Hinz zur Entstehung der Ukraine im 11. Jahrhundert und den Ausführungen von Rudolf Menzel zur Entstehung und Entwicklung der aktuellen Situation wurde angeregt diskutiert. Unsere ukrainischen Freunde schilderten mit bewegten Worten, wie sie diesen Konflikt sehen und vor allem, wie er sich bis in ihre Familien auswirkt. Es war eine sehr sachliche, konstruktive und offene Diskussion. Der Verlauf der zweistündigen Veranstaltung zeigte uns, dass es ein sehr großes Bedürfnis nach einem Austausch über dieses brisante Thema gibt. Bei Kaffee und Kuchen sowie belegten Brötchen verging die Zeit viel zu schnell. Ein ganz großes Dankeschön gebührt allen, die mithalfen, diese Veranstaltung so interessant zu gestalten. Da unser Referent angeboten hat, seinen ursprünglich geplanten Vortrag nachzuholen, wollen wir versuchen, anlässlich des 70.Jahrestages der Befreiung mit ihm eine ähnliche Veranstaltung am 6. Mai in einem größeren Raum durchzuführen.
Gerda Menzel-Bismark

Aus der Tätigkeit des Arbeitskreises „Sowjetische Ehrenmale und Friedhöfe“

Der Arbeitskreis hat 2014/15 die Arbeit an seinen langfristigen Aufgabenkomplexen mit folgenden Ergebnissen fortgesetzt:
1. 2014 wurden insgesamt 152 Auskunftsersuchen nach Gräbern von Sowjetbürgern in Deutschland bearbeitet. In 20 Fällen konnten die gesuchten Grabstätten nachgewiesen werden, in 77 Fällen wurde die namentlichen Verewigung der Toten auf einem sowjeti-schen Ehrenfriedhof in Deutschland angeregt. In 60 Fällen konnten Hinweise auf ursprüngliche Begräbnisstätten im Ausland gegeben werden.
2. 2015 wurden bisher 60 Auskunftsersuchen bearbeitet, wobei 10 der gesuchten Grab-stätten gefunden und in 50 Fällen namentliche Verewigungen von gefallenen Rotarmisten auf sowjetischen Ehrenfriedhöfen angeregt wurden. Als Beitrag zur Unterstützung von Sanierungs- und Neugestaltungsprojekten sowjetischer Ehrenfriedhöfe wurden Revisionen der Registerunterlagen in folgenden Städten und Gemeinden des Landes Brandenburg durchgeführt:
- 15827 Blankenfelde-Mahlow (TF), OT Blankenfelde, Berliner Damm;
- 15831 Blankenfelde-Mahlow (TF), OT Glasow, Berliner Chaussee;
- 17291 Prenzlau (UM), Stadtpark;
- 03253 Doberlug-Kirchhain (EE), Hauptstraße.
Dabei konnten die persönlichen Daten von insgesamt 400 gefallenen oder verstorbenen Rotarmisten ermittelt werden, die bislang entweder als Unbekannt galten oder nirgendwo registriert waren. Jetzt können sie ihre Namen und Grabstätten zurückerhalten, die in den Wirren der Nachkriegszeit abhanden gekommen waren.

Dr. Wolfgang Ditting

Ein schöner Freundschaftsnachmittag im Zeichen des Internationalen Frauentags 2015

Am 11. März hatte die Brandenburgische Freundschaftsgesellschaft e.V. Eberswalde zu einer Veranstaltung eingeladen, auf der wir lieben Besuch aus Berlin begrüßen konnten – Frau Brigitte Großmann vom Verein „Berliner Freunde der Völker Russlands“ mit ihrem Mann.
Zu Beginn wurden den anwesenden Frauen vom Vorsitzenden zum Internationalen Frauentag die herzlichsten Glückwünsche ausgesprochen, und jede Frau bekam eine Rose überreicht. Nach leckerem selbstgebackenen Kuchen und Kaffee kamen wir zum Thema des Nachmittags: Erlebnisse und Erinnerungen von Deutschen und Sowjetbürgern, deren Staaten es schon lange nicht mehr gibt.
Frau Großmann, Lehrerin im Ruhestand, hat sich diesem Thema gestellt und eine Do-kumentation mit sehr berührenden Fotos, Berichten und Briefen unter dem Titel „Freunde zum Anfassen“ zusammengestellt und als kleines Buch im Spätherbst 2014 auf eigene Kosten herausgebracht. Der ehemalige Ministerpräsident unseres Landes Brandenburg, Matthias Platzeck, schrieb im August 2014 dazu ein Vorwort.
Diese persönlichen Erinnerungen sind ihren ehemaligen Schülern der Jahrgänge 1981-1989 sowie den russischen, belarussischen und ukrainischen Freunden gewidmet. Mit ihrer freundlichen und sympathischen Ausstrahlung hatte Brigitte Großmann die Teil-nehmer schnell in ihren Bann gezogen. In ihrem Vortrag sprach sie über die persönlichen Erlebnisse, die sie gemeinsam mit ihren Schülern bei Freundschaftstreffen mit Sowjetsol-daten hatte, zitierte aus ihrem Buch und zeigte dazu eigene Fotos von den Begegnungen. Aus den Darlegungen wurde deutlich, dass die „Deutsch-Sowjetische Freundschaft“ ein inneres Bedürfnis der Beteiligten war. Sie wollten die jeweiligen Partner näher kennen lernen und dabei erfahren, woher sie kamen, wie sie lebten und was sie bewegte.
Die Ausführungen von Frau Großmann waren für die Teilnehmer Anlass, im Anschluss an den Vortrag aus eigenem Erleben zu berichten und ähnliche Erfahrungen darzulegen. Die Veranstaltung war eine schöne Bereicherung unserer Freundschaftsarbeit und wird weitere Impulse auslösen.

Waldemar Hickel

Der Verein ist eingetragen beim Amtsgericht Potsdam mit der Nr. VR 412 und vom Finanzamt mit der Steuer-Nr. 046/141/00074 als gemeinnützig anerkannt.
Bankverbindung: Mittelbr. Spk. IBAN: DE09 1605 0000 3503000096 BIC: WELADED 1PMB
ViSdP: Vorsitzender Bernd Muck ber.mu@web.de http://www.bfg-ev.org

Brandenburgische Freundschaftsgesellschaft e.V. | brafgesell@aol.com