Brandenburgische Freundschaftsgesellschaft
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Wir über uns:

Die Brandenburgische Freundschaftsgesellschaft e. V. ist ein weltanschaulich offener und parteipolitisch unabhängiger Verein, der sich für Toleranz, Völkerverständigung, Antifaschismus und Frieden vor allem durch Vertiefung bzw. Anbahnung gutnachbarschaftlicher Beziehungen zwischen Menschen im Land Brandenburg und den Völkern der ehemaligen Sowjetunion einsetzt. Damit will der Verein an beste brandenburgische Traditionen in den deutsch-russischen und europäischen Beziehungen anknüpfen.

Der Verein fördert freundschaftliche Begegnungen mit den im Land lebenden ehemaligen Sowjetbürgern sowie mit Partnern aus den UdSSR-Nachfolgestaaten und unterhält Kontakte zu offiziellen Einrichtungen dieser Staaten in Deutschland.
Er unterstützt den Erhalt und die Pflege der Gräber und Ehrenhaine der Roten Armee im Land Brandenburg und bearbeitet Auskunftsersuchen von Bürgern der ehemaligen Sowjetunion nach Beerdigungsstätten von Rotarmisten in Deutschland.

Kurzbericht über den 16. Landesverbandstag am 24.11.2018 in Eberswalde

In der Eröffnung dankte der Vorsitzende Bernd Muck den gastgebenden Freunden der Regionalgruppe Eberswalde, insbesondere Waldemar Hickel, für die von Ihnen geschaffenen ausgezeichneten Bedingungen für die Tagung. Er begrüßte die vollzählig erschienenen 17 Delegierten und dankte den Teilnehmern aus Cottbus, Neuruppin und Berlin, dass Sie die weite Anreise auf sich genommen hatten. Als Versammlungsleiter schlug er Vorstandsmitglied Rudi Menzel aus Neuruppin vor, der einstimmig bestätigt wurde. Im Rechenschaftsbericht des Landesvorstands stellte er als "die gute Nachricht" voran, dass es die Brandenburgische Freundschaftsgesellschaft immer noch gibt und das - mit vielen Aktivitäten. Leider ist die Mitgliederzahl trotz zweier Neuzugänge auf unter 60 geschrumpft, und einige ältere Mitglieder können auch nicht mehr so aktiv am Vereinsleben teilnehmen. Der Landesvorstand hat die laufenden Formalitäten gegenüber dem Vereinsregister und dem Finanzamt erfüllt. Vor wenigen Monaten wurde daraufhin vom Finanzamt die Gemeinnützigkeit um weitere 3 Jahre verlängert. Damit ist der Vorstand berechtigt, Spendenquittungen auszustellen – auch für gezahlte Mitgliedsbeiträge. Der Landesvorstand hält den Kontakt zum Bund Deutscher West-Ost-Gesellschaften (BDWO), in dem unser Verein Mitglied ist, zur Stiftung West-Östliche Begegnungen und zur Botschaft der Russischen Föderation. Seit dem 15. Verbandstag gab er zwei Mitteilungsblätter "Freundschaftsecho" heraus und trat dreimal zu Vorstandssitzungen zusammen. Häufig konnte der Vorstand Informationen und Einladungen zu verschiedenen Veranstaltungen per E-Mail an Mitglieder weiterleiten. Wie auch in den Vorjahren organisierte der Vorsitzende die Gedenkveranstaltung am Tag der Befreiung in Potsdam und betreute am 7./8. Mai gemeinsam mit Dr. Wolfgang Ditting und Ludwig Stern in Potsdam Ehrengäste vom Veteranenverband der GSSD/WGT. Ein Höhepunkt war dabei in diesem Jahr eine Gesprächsrunde der Gäste mit einer 12. Klasse der Voltaire-Gesamtschule in Potsdam. Bernd Muck überreichte den Tagungsteilnehmern von ihm zusammengestellte "Eckdaten des Weges von der Gesellschaft für DSF zur BFG e. V. und zur Stiftung WÖB". Waldemar Hickel berichtete, dass die Eberswalder Regionalgruppe noch 20 Mitglieder hat, von denen alters- bzw. gesundheitlich bedingt nur etwa 3/4 aktiv sind. Höhepunkte der Tätigkeit sind die jährlichen Gedenkfeiern am 6. April zu Ehren der sowjetischen Fliegerhelden Boris Kapustin und Juri Janow sowie am 8. Mai. Enge freundschaftliche Kontakte verbinden die Gruppe mit der Witwe von Boris Kapustin und dem Militärhistorischen Museum Südost in Rostow am Don. Vorstandsmitglied Erhard Rensch informierte, dass die Cottbuser Mitglieder die Städtepartnerschaft mit Lipezk begleiten und sich auch über persönliche Kontakte zum eigenen Bürgermeister und zu Freunden in Lipezk einbringen. Im April dieses Jahres fand im Rathaus eine Ausstellung zu dieser Städtepartnerscchaft mit einem Beitrag der Cottbuser BFG-Mitglieder statt. Im Bunkermuseum Kolkwitz wird das vor Jahren gestaltetete Freundschaftszimmer betreut und aktualisiert. Gerda Menzel-Bismark berichtete über vielseitige Informations- und Kulturveranstaltungen in Neuruppin, z. B. Russischer Abend im Theater, Frauentagsfeier mit Vortrag über Jenny Marx, Sommerfest, Reisebericht über eine Fahrt nach Wladiwostok. Die Gedenkveranstal-tung am 8. Mai wird gemeinsam mit Mitgliedern der Jüdischen Gemeinde gestaltet. Siegfried von Rabenau, der unseren Verein im Kuratorium der Stiftung WÖB und beim BDWO vertritt, informierte, dass der Stiftungsvorstand eine neue sehr engagierte Vorsitzende hat – Jelena Hoffmann (Dipl.-Ing., MdB 1994 – 2005). Zur immer gut besuchten Gedenkfeier am 8. Mai in Schöneiche lädt der Bürgermeister ein. Uli Leps aus Berlin, Mitglied unseres Vereins seit 2017, berichtete über seine aktiven Kontakte zum Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst, zum Büro für Gedenkarbeit bei der Botschaft der Russischen Föderation, zu den Vereinen Friedensbrücke – Kriegsopferhilfe und Obelisk. Beruflich in ganz Deutschland unterwegs, besucht er häufig sowjetische Gräberstätten, dokumentiert ihren Zustand und setzt sich für ihre Pflege ein. In mehreren Fällen konnte er bereits Hinterbliebenen helfen, die Gräber ihrer sowjetischen Vorfahren in Deutschland zu finden. Sein Anliegen ist es, möglichst vielen noch anonym in Deutschland bestatteten Sowjetbürgern ihren Namen wiederzugeben und den Angehörigen einen Ort für ihre Trauer zu nennen. Der Leiter des Arbeitskreises "Sowjetische Ehrenmale und Friedhöfe" Dr. Wolfgang Ditting war wegen einer anderen Veranstaltung verhindert. In seinem schriftlichen Bericht an den Verbandstag legte er u. a. dar, dass in den Jahren 2017/18 insgesamt 245 Auskunftsersuchen nach Gräbern in Deutschland bestatteter Sowjetbürger bearbeitet wurden. In 33 Fällen war die Suche erfolgreich. Zusätzlich wurden die umfangreichen Registerunterlagen der Sowjetischen Friedhöfe in Elsterwerda, Eisenhüttenstadt und Schwerin revidiert, wobei 5965 zuvor anonym ruhende Rotarmisten und Zwangsarbeiter ihre Identität zurückerhielten. W. Ditting erklärte abschließend, dass der Arbeitskreis aus Alters und Gesundheitsgründen per 31.12.2019 seine Tätigkeit einstellen wird. Der Schatzmeister Ludwig Stern informierte, dass im Berichtszeitraum die Guthaben des Landesverbands um etwa 30% zurückgegangen sind aber trotzdem die Tätigkeit des Vereins für weitere Jahre finanziell gesichert bleibt. Bei der Revision am 29.10.2018 wurden alle Kassen- und Buchungsbelege für den Zeitraum 10.11.2016 bis 29.10.2018 geprüft. Im Bericht der Revisionskommission wird die Buchführung als übersichtlich eingeschätzt. Die Abrechnung der Ausgaben war nachvollziehbar und entsprach der Satzung. Die Delegierten bestätigten die vorgetragenen Berichte und entlasteten einstimmig den Vorstand. Unter der Leitung von Waldemar Hickel wurden erneut in den Vorstand gewählt: als Vorsitzender - Bernd Muck, als stellv. Vorsitzende – Siegfried von Rabenau und Erhard Rensch. Neu kam als stellvertretender Vorsitzender Wolfgang Ahrens hinzu. Als Schatzmeister bzw. Revisoren wurden Ludwig Stern sowie Klaus Muß und Felix Kunzewitsch wiedergewählt. Im Schlusswort dankte Bernd Muck für das Vertrauen und versprach, sich nach Kräften für die Ziele des Vereins einzusetzen. Er erklärte, dass die Möglichkeiten unseres Vereins zwar recht begrenzt sind, aber viele andere Vereine sich ebenfalls für Verständigung mit den Völkern der ehemaligen Sowjetunion einsetzen und gemeinsam Beachtliches erreicht werden kann. Als ein aktuelles Beispiel führte B. Muck den "Friedenstreck der Titanen" vom Pferdesportverein Brück nach Weliki Nowgorod an, der auch von unserem Verein mit einer Spende und Grußschreiben unterstützt wurde. Bernd Muck

Brandenburgische Freundschaftsgesellschaft e.V. | brafgesell@aol.com